Was sind Bärengalle-Farmen?
Auf einen Blick
Bärengalle-Farmen sind Einrichtungen, in denen Bären — meist Mondbären — jahrelang in engen Käfigen gehalten werden, um ihre Gallenflüssigkeit für Produkte der traditionellen Medizin zu gewinnen. Die Entnahme ist schmerzhaft und führt zu Infektionen, Tumoren und schweren Verhaltensstörungen.
Zuletzt aktualisiert
- Der Mondbär gilt laut IUCN als gefährdet (Vulnerable). (IUCN Rote Liste)
- Der Wirkstoff der Bärengalle (Ursodesoxycholsäure) ist synthetisch und pflanzlich verfügbar. (Pharmazeutische Fachliteratur)
In Bärengalle-Farmen werden Bären — vor allem Mondbären, erkennbar an der hellen Mondsichel auf der Brust — über viele Jahre in Käfigen gehalten, in denen sie sich kaum umdrehen können. Ihre Gallenflüssigkeit wird regelmäßig entnommen und in Produkten der traditionellen Medizin verkauft.
Die Entnahme geschieht über Katheter, offene Wunden oder sogenannte „Free-Dripping"-Methoden — alle schmerzhaft und häufig mit Infektionen, Tumoren und frühem Tod verbunden. Viele Tiere zeigen schwere Verhaltensstörungen wie endloses Schaukeln und Kopfschlagen gegen die Gitter.
Dabei ist die Galle medizinisch überflüssig: Der Wirkstoff (Ursodesoxycholsäure) ist längst synthetisch und pflanzlich verfügbar. WARN-Partner retten Bären aus Farmen, versorgen sie tierärztlich und geben ihnen in Schutzzentren ein würdevolles Leben zurück — Auswilderung ist nach Jahren im Käfig meist unmöglich.
Mehr dazu Bären — unser Porträt