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Sind Meeresschildkröten gefährdet?

Auf einen Blick

Ja — sechs der sieben Meeresschildkrötenarten gelten als gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Hauptursachen sind Beifang in der Fischerei, Plastik im Meer, der Verlust der Niststrände und Wilderei wegen Fleisch, Eiern und Schildpatt.

Zuletzt aktualisiert

  • Sechs von sieben Arten gelten als bedroht. (IUCN Rote Liste)
  • Von rund 1.000 Schlüpflingen erreicht statistisch nur eines das Erwachsenenalter. (Meeresbiologische Standardwerke)

Meeresschildkröten durchqueren die Ozeane seit über 100 Millionen Jahren — sie sind älter als die Dinosaurier. Doch sechs der sieben Arten stehen heute auf der Roten Liste der IUCN, darunter die ikonische Lederschildkröte und die Echte Karettschildkröte.

Die Bedrohungen wirken gemeinsam: In Netzen und an Langleinen ertrinken Schildkröten als ungewollter Beifang. Plastiktüten werden mit Quallen verwechselt und blockieren den Verdauungstrakt. An Land verschwinden Niststrände unter Hotels, Straßen und Lichtern — und in manchen Regionen werden Weibchen und Eier gewildert.

Hinzu kommt die Biologie: Von tausend Schlüpflingen erreicht statistisch nur eines das Erwachsenenalter. Jeder geschützte Niststrand und jedes befreite Tier hat daher überproportionalen Wert. WARN-Partner bewachen Nester, versorgen verletzte Tiere und bringen Schlüpflinge sicher ins Meer.

Meeresschildkröte über einem Korallenriff — sechs der sieben Arten gelten als bedroht Mehr dazu Meeresschildkröten — unser Porträt

Weitere Fragen

Welche Meeresschildkröte ist am stärksten bedroht?
Die Echte Karettschildkröte und die Kemp-Ridley-Schildkröte gelten als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) — die Karettschildkröte vor allem wegen des Handels mit Schildpatt.
Was kann ich im Urlaub tun?
Niststrände nachts meiden, keine Lampen oder Taschenlampen am Strand, Schildkröten nicht anfassen und keine Touren buchen, bei denen Tiere gestört oder gefüttert werden.

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